CUBA

 

Es war eine schöne Zeit auf der Trauminsel, an die ich mich gerne zurück erinnere. Es sind die Gedanken und die Bilder die bleiben. Fotos, die für andere einfach nur Urlaubsbilder sind, erzählen für mich wundervolle Geschichten und lassen mich an positive Schlüsselmomente zurückdenken.

Empfehlen kann ich Dir diese Reise auf jeden Fall! Es wird Dich, auch wenn nur ein kleines bisschen, zu einem besseren Menschen machen.

Als ehemaliges Flüchtlingskind müsste ich wissen, wie es ist, so arm zu sein. Aber genau das hat mich härter gemacht. Mein Fokus lag schon mit zehn Jahren darauf zu arbeiten. Ich war aufdringlich und habe auf den Straßen die Autoscheiben geputzt um etwas Geld zu bekommen. Ich weiß noch wie genervt teilweise die Leute von mir waren. Auf Cuba war ich auf einmal in der Rolle des genervten Autofahrers. Am Obststand in Havanna hat mir eine Verkäuferin viel zu viel für 2 Guayaven berechnet. Es waren drei Cuk, also ca. drei Euro. Ich wusste, dass es viel zu viel war und hab mir fast den ganzen Tag darüber Gedanken gemacht. Bis ich am Abend genauer darüber nachdachte. Diese Frau war wie ich damals: Einfach nur dreist, weil sie überleben muss. Sie steht den ganzen Tag mit ihrem Obst am Rand der Straße und wartet auf Touristen, weil sie weiß, dass nur die so viel bezahlen würden. Und ich, der sich einen Urlaub in ein anderes Land leisten kann und sich keine Gedanken machen muss zu verhungern, beschwerte sich über diese hohen Preise. Drei Euro sind für mich Kleingeld, welches ich für den Parkautomaten in der Düsseldorfer Innenstadt nutze. Aber für andere heißt es vielleicht einige Tage überleben.

Mein Ehrgeiz, mehr Geld zu verdienen, ist noch größer geworden. Aber jetzt mit dem Gedanken viel mehr zu geben! Cuba hat mich zu einem besseren Menschen gemacht und mich wieder an meine Zeit als Flüchtling zurückdenken lassen. Dafür bin ich sehr dankbar. Meinen Fokus hatte ich auf dem Weg verloren und weiß jetzt endlich wieder, warum ich diesen Weg überhaupt gegangen bin.

Bei der Familie von Sandra wurde mir so viel Liebe geschenkt. Die ganze Zeit gaben sie mir Essen und etwas zu Trinken. Ich fühlte mich schlecht, weil ich wusste, dass sie nicht viel haben. Ich fragte mich, wie ich ihnen dafür danken sollte.

Aber ich brauchte ihnen nicht danken. Es bereitete ihnen so viel Freude unsere glücklichen Gesichter zu sehen. Neben einem Schweinestall aßen wir leckeren kubanischen Congri mit saftigen Tomaten und tranken selbst gemachten Ananassaft. Überall flogen Fliegen um uns herum. Aber trotz dieser Umstände waren wir glücklich. In Deutschland hätten wir uns höchstwahrscheinlich beschwert und hätten woanders gegessen.

Das Hotel, welches wir hatten, war auch nicht der deutsche Standard. Die benutzten Handtücher wurden nur gelüftet und wieder aufs Bett gelegt und der Pool war total dreckig, weil dort alle Alkohol und ihre Snacks zu sich genommen haben. Aber das war egal. Hauptsache wir hatten nachts ein Bett. Warum über so etwas aufregen und damit den ganzen Urlaub vermiesen?

Es war eine schöne Zeit auf der Trauminsel, an die ich mich gerne zurück erinnere. Es sind die Gedanken und die Bilder die bleiben. Fotos, die für andere einfach nur Urlaubsbilder sind, erzählen für mich wundervolle Geschichten und lassen mich an positive Schlüsselmomente zurückdenken.

Empfehlen kann ich Dir diese Reise auf jeden Fall! Es wird Dich, auch wenn nur ein kleines bisschen, zu einem besseren Menschen machen.

Hier fünf Tipps für Deine Reise nach Cuba:

1. Achte auf die Sterne bei der Hotelauswahl. Es existieren keine deutschen Standards.
Empfehlen kann ich Dir 5 Sterne.

2. Wenn Du nicht in ein Hotel möchtest, gibt es zahlreiche „rent a rooms“, die zwischen zehn und 30 Euro liegen. Dort ist es in den meisten Fällen sauberer als im Hotel und man lernt das Leben der Einheimischen näher kennen.

3. Als Tourist musst Du z.B. in Havanna darauf achten, nicht plötzlich in teuren und edlen Restaurants zu landen. Es gibt in kleineren Gassen leckeres und sehr günstiges Essen.

4. Fahrten mit dem Taxi oder Auto von Ort zu Ort sind sehr teuer. Deshalb hier der Tipp, mit dem Bus zu fahren.

5. An alle Fotografen/Hobbyfotografen/Vlogger: „leichtes Gepäck ist das A & O. Nehmt nur eine Kamera und ein Objektiv mit. Ich hatte meine komplette Ausrüstung dabei und nicht alles genutzt.
Wenn du wissen möchtest welches Equipment für die Reise wichtig war, findest du es in der Videobeschreibung.

Hochzeitsfotograf
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40229 Düsseldorf
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